Sieben Verletzte nach "Flugzeugabsturz"
- Nordwest Zeitung 26.08.2000
DRK Markhausen und Feuerwehren üben den
Ernstfall im unwegsamen Gelände - Koopmanns Löschgerät hilft
Im Großen und Ganzen zeigten sich die
Einsatzleiter nach der Übung im Wald bei Markhausen zufrieden. Nicht alles lief
nach Wunsch.
Markhausen. Die Alarmierung erreichte die
Helfer des Deutschen Roten Kreuzes gestern kurz nach 18 Uhr: Flugzeugabsturz in
Markhausen. Was dramatisch klang, entpuppte sich als Übung. Natürlich rückten
die DRK-Kräfte dennoch aus.

Die Lage: Ein Verletzter muss aus dem Baum
gerettet werden. |
Die Lage: Der Absturzort ist im Wald am
Mittelweg, sechs Verletzte liegen in großem Umkreis verteilt, einer hängt noch
an seinem Fallschirm im Baum, das Sportflugzeug ist zerschellt und steht in
Flammen.
Als das DRK eintrifft, ist die Feuerwehr
Markhausen schon mit den Löscharbeiten beschäftigt. Sie wird dabei von Alfons
Koopmanns insbesondere für die Brandbekämpfung in schwer zugänglichem Gelände
konzipierten "Bush Fire Top Line" unterstützt. Für die "Rettung" der in der
Baumkrone hängenden Puppe muss der Drehleiterwagen der Feuerwehr Friesoythe
anrücken.

Die Feuerwehr, das "Bush Fire Top Line"-Fahrzeug und das DRK ihren Job. |
Koopmanns "Bush Fire Top Line" macht sich
bestens, der Mann im Korb der Drehleiter dürfte im Ernstfall aber Probleme
haben, alleine einen Menschen in gefährdeter Situation auf die am Korb montierte
Trage zu hieven. Mehr Helfer passen aber nicht in den Korb. Schwierigkeiten
macht auch die Verständigung: Dem DRK fehlen die Handsprechfunkgeräte, die im
Ernstfall aber wohl aus Cloppenburg hätten angefordert werden können.
Unterdessen machen die meist jungen Frauen und
Männer des DRK ihren Job. Die Verletzten werden alle gefunden und von Notarzt
Matthias Rolfs im eilends aufgebauten Betreuungszelt versorgt.
Zur Abschlussbesprechung treffen sich die Helfer
in Markhausen. Bei Bratwurst und Bier wurde über mögliche Verbesserungen
beraten.
- Nordwest Zeitung 26.08.2000